Umlage 1 und 2 - Jährlich 500-1.000 EUR pro Beschäftigten einsparen

Arbeitgeber mit maximal 30 Beschäftigten (Teilzeit-Beschäftigte werden anteilig eingerechnet) sind zur Teilnahme am gesetzlichen Umlageverfahren verpflichtet. Diese Beiträge werden von den Krankenkassen erhoben.



Umlage U1 (Entgeltfortzahlung)


Das Umlageverfahren (U1) ist genau betrachtet eine gesetzlich verordnete Krankentagegeld-Versicherung mit Selbstbeteiligung. Der Arbeitgeber muss sich gegen die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bei den gesetzlichen Krankenkassen pflichtversichern.


Diese Pflicht-Beiträge variieren von Krankenkasse zu Krankenkasse sehr stark, wie die nachfolgende Tabelle anhand von vier Krankenkassen verdeutlicht.



Die Beitragssätze beziehen sich auf die Jahreslohnsumme in Ihrem Unternehmen. Beschäftigen Sie z.B. zehn Mitarbeiter à 30.000 EUR p.a., liegt Ihre Lohnsumme bei rund 300.000 EUR.


In diesem Fall zahlen Sie für die U1 und bei 80% Erstattungssatz, bei der AOK Nordwest einen Beitrag in Höhe von 11.400 EUR, während Sie bei der Knappschaft für die gleiche Leistung nur 3.000 EUR zu bezahlen hätten – ein Unterschied von 8.400 EUR im Jahr.


Hinzu kommt in diesem Beispiel noch ein Beitragsvorteil bei der U2 in Höhe von 810 EUR im Jahr, denn auch der Beitragssatz ist in der AOK deutlich höher.



Weiteres Einsparpotential für Sie als Arbeitgeber besteht in der Höhe der Leistungen der Umlage U1 – dem Erstattungssatz. Hier variieren die angebotenen Leistungen der Krankenkassen von 40% und 80 % und definieren, wieviel Geld das Unternehmen für einen „Krankheitstag“ des Mitarbeiters von der Krankenkasse erstattet bekommt.


Um bei den Erstattungssätzen die richtigen Erstattungssatz für Ihr Unternehmen zu wählen, empfiehlt sich eine Analyse der Krankheitssituation in Ihrem Unternehmen, sprich wie sind die durchschnittlichen Krankheitstage bzw. Ausfälle in Ihrem Unternehmen.


In Abhängigkeit der durchschnittlichen Krankheitstage bzw. der damit einhergehenden Kosten, wählt man den für Ihren Betrieb optimalen Erstattungssatz.

Je geringer Ihre Krankentage-Quote in Ihrem Unternehmen ist, desto mehr Einsparung bringt ein geringer Erstattungssatz. Haben Sie dagegen eine hohe Krankentage-Quote, was häufig in Betrieben mit hohem körperlichen Arbeitsaufwand vorzufinden ist, macht ein höherer Erstattungssatz Sinn.


Umlage U2 (Mutterschaftsgeld)


Ebenfalls gesetzlich verordnet ist die Teilnahme am Umlageverfahren (U2), wodurch das Unternehmen die Aufwendungen für Mutterschaftsleistungen absichert. Der Arbeitgeber bezahlt einen von der Krankenkasse festgelegten Beitragssatz und bekommt generell 100% der geleisteten Aufwendungen erstattet.


Auch die Beitragssätze für die U2 variieren von Krankenkasse zu Krankenkasse erheblich und bieten somit Einsparpotenzial für das Unternehmen.



Fristen und Wissenswertes bei der Umlageoptimierung


Die Auswahl der Erstattungsstufen, z.B. von 60% auf 80% Erstattung, ist einmal im Jahr zum Anfang des Kalenderjahres möglich.


Bei neuen Mitarbeitern oder einem Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse, ist dann auch der Wechsel der Erstattungsstufe für die Umlage gleichzeitig möglich.


Bei einem vom Mitarbeiter angestrebten Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse, müssen Sie jedoch immer auch die Bindungsfrist beachten, um einen Kassenwechsel vornehmen zu können.


Ab diesem Jahr kümmert sich die neue Krankenversicherung des Mitarbeiters um die Kündigung der alten Krankenversicherung.


Als Arbeitgeber haben Sie das freie Kassenwahlrecht Ihrer Mitarbeiter zu respektieren! Eine Vorstellung von kassenindividuellen Vorteilen für die Versicherten der für Sie als Arbeitgeber interessanten Kassen ist aber natürlich trotzdem statthaft. So kann eine freiwillige Entscheidung Ihrer Mitarbeiter im Unternehmenssinne erfolgen.



Unsere Leistungen für Unternehmen bis 30 Beschäftige


Seitens WIRTSCHAFT IN WESTFALEN helfen wir Ihnen Ihr mögliches Einsparpotenzial sowie den optimalen Erstattungssatz für Ihr Unternehmen zu ermitteln. Hierzu haben wir einen speziellen Experten für Umlageoptimierung, der Ihnen entsprechend zur Seite steht.


Die Erfahrungen aus verschiedenen Unternehmen zeigen allein in den Umlagen U1 und U2 Einsparungen zwischen 500 und 1.000 Euro pro Mitarbeiter und Jahr. Erschließen Sie dieses Potenzial mit dem WIW-Experten für Umlageoptimierung.


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