Entgeltumwandlung - Ab 01.01.2022 arbeitgeberseitig 15%ige Zuschusspflicht für Altverträge

Der Arbeitgeber ist nach den betriebsrentenrechtlichen Vorschriften in den Fällen der Entgeltumwandlung seit 2019 verpflichtet, einen Betrag von 15 % des umgewandelten Arbeitsentgelts als Zuschuss an den Pensionsfonds, die Pensionskasse oder für die Direktversicherung zu erbringen.



Diese Zuschuss-Pflicht gilt, soweit die Entgeltumwandlung zu Einsparungen von Sozialversicherungsbeiträgen für den Arbeitgeber führt. Unterschreiten die eingesparten Sozialversicherungsbeiträge den Wert von 15 % des umgewandelten Arbeitsentgelts, besteht die Verpflichtung zur Zahlung eines arbeitgeberseitigen Zuschusses in Höhe der eingesparten Sozialversicherungsbeiträge.


Für diesen Zuschuss bzw. Betrag gelten die gleichen steuerlichen Regelungen wie für die durch Entgeltumwandlung finanzierten Beiträge.


Beachten Sie die zeitliche Anwendung, speziell für Vereinbarungen, die vor dem 01.01.2019 getroffen wurden!

Die Zuschusspflicht besteht für Entgeltumwandlungsvereinbarungen die nach dem 01.01.2019 getroffenen wurden. Achtung! Ab dem 01.01.2022 gilt die 15%ige Zuschusspflicht durch den Arbeitgeber auch für Vereinbarungen die vor dem 01.01.2019 getroffen wurden, sprich auch für alle Altverträge.


Zuschuss zur Entgeltumwandlung - Handlungsbedarf bei bestehenden Versorgungswerken


Bestehen in Ihrem Unternehmen Entgeltumwandlungsvereinbarungen aus der Zeit vor dem 01.01.2019, dann sollten Sie prüfen, inwieweit sich aus dem mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) eingeführten gesetzlichem Zuschuss zur Entgeltumwandlung Handlungsbedarf ergibt.


Monatliche Berechnung des Arbeitgeberzuschusses ohne rückwirkende Korrektur


Maßgeblicher Zeitraum für die Beurteilung der Sozialversicherungsersparnis auf Seiten des Arbeitgebers ist der Monat, in dem der Beitragsanspruch entsteht. Für eine Jahresbetrachtung fehlt die Rechtsgrundlage.


Steuerrechtliche Änderungen in der bAV durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG)


Auch steuerrechtlich brachte das BRSG für die bisherigen Durchführungswege Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, U-Kasse und Direktzusage einige Neuerungen.


Am wichtigsten: Der steuerfreie Höchstbetrag der Entgeltumwandlung wurde von vier auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (West) angehoben, dagegen bleibt der sozialversicherungsfreie Höchstbetrag aber bei vier Prozent.


Änderungen für Geringverdiener bei der bAV


Um Geringverdiener stärker als bisher zu fördern, werden im Betriebsrentenstärkungsgesetz neue Anreize für den Auf- und Ausbau einer betrieblichen Altersversorgung gesetzt.


Als Geringverdiener gelten Beschäftigte bis 2.200 Euro. Zahlt der Arbeitgeber mindestens 240 Euro als zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag zur bAV eines Geringverdieners ein, so kann er 30 Prozent von der Lohnsteuer des Arbeitnehmers einbehalten, die im Wege der Verrechnung mit der vom Arbeitgeber abzuführenden Lohnsteuer ausgezahlt wird.


Für Beiträge von mindestens 240 bis 480 Euro im Kalenderjahr beträgt der Förderbetrag für den Arbeitgeber somit 72 bis maximal 144 Euro im Kalenderjahr.


Handlungsbedarf für Arbeitgeber


Die hier aufgeführten Punkte sind nur ein kleiner Auszug der ab dem 01.01.2021 geltenden Neuerungen. In diesem Zusammenhang kommt es auch zu weitreichenden steuerlichen und arbeitsvertraglichen Veränderungen.


Arbeitgeber sollten sich zeitnah mit der ab den 01.01.2022 gelten Änderungen vertraut machen und entsprechend handeln.




Hilfe für interessierte Arbeitgeber


Zusammen mit dem EU-Vorsorgebegutachter Achim Brieden von der CARTA Consulting GmbH aus Arnsberg haben wir die Thematik besprochen und können interessierten Arbeitgebern eine schnelle und qualifizierte Hilfe bieten.


Gerne können Sie sich die Expertise und Erfahrungen von Achim Brieden in Ihr Unternehmen holen. Vereinbaren Sie ein kostenloses Telefonat mit Achim Brieden, er beantwortet Ihre Fragen bezüglich der Neuerungen. Seine Kontaktdaten finden Sie hier.


Achim Brieden

CARTA Consulting GmbH

Mendener Straße 25

59755 Arnsberg


Internet: www.carta-consulting.de

Email: info@carta-consulting.de


Handy: 0171 3132485