Corona beschleunigt den Siegeszug chinesischer Textil-Marken in Europa

"In fast allen Konsumgütersektoren erobern chinesische Hersteller die westliche Welt", sagt Martin Schulte, Konsumgüterexperte bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Seien es bisher vor allem Elektronikfirmen gewesen, stießen chinesische Hersteller nun in klassisch westliche Sektoren vor, wie der Textilindustrie.

Wer den Internetauftritt des Modeanbieters "Shein" anklickt, dürfte sich an die Seiten anderer Unternehmen wie H&M, Zara oder Mango erinnert fühlen. Doch anders als die bekannten Fashion-Größen kommt Shein nicht aus Europa – sondern aus China.



Chinesische Firmen übernehmen dabei nicht nur westliche Unternehmen, sondern expandieren und handeln vermehrt selbst in Europa. Produzierten chinesische Texilfabriken bislang vor allem für europäische Billigmarken, so sind nun zunehmend chinesische Brands die Abnehmer, die die Ware selbst in Europa verkaufen.


Chinesen setzen ihre Einkaufstour europäischer Firmen fort


So besitzt der chinesische Investor Fosun seit 2018 nicht nur die Mehrheit an der Strumpfmarke Wolford, sondern kaufte 2020 auch den in Schieflage geratenen deutschen Modehändler "Tom Tailor" zum Preis von einem Euro, nach dem kurz zuvor eine Staatsbürgschaft von 100 Millionen Euro gewährt wurde.


Ein weiteres Beispiel ist "ESPRIT". Die chinesischstämmige Milliardärin Karen Lo übernahm mit ihrer Firma die Mehrheit am Ratinger Modeunternehmen und verlegte direkt den Hauptsitz nach Hongkong.


Ausverkauf europäischer Mode-Marken


Die Pandemie in China ist durch teils rigide Maßnahmen so gut wie überwunden. Die Chinesen sind fast komplett wieder zurück bei der Arbeit, während die europäischen Staaten sich von Lockdown zu Lockdown hangeln. Die Europäer sind mit sich selbst beschäftigt, versuchen ihr Kerngeschäft zu stabilisieren und bemerken nicht was gerade vor der eigenen Haustür abgeht.



Dieses ist ein Auszug aus einem Bericht des "Spiegels". Den vollständigen und lesenswerten Bericht können Sie hier lesen:


https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/shein-xiaomi-wie-chinesische-firmen-sich-in-europa-ausbreiten-a-f771afe0-fefd-4ee8-9f61-a6e8b3fc373e?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE