LANDWIRTSCHAFTLICHER ZUCHTBETRIEB SUCHT WEGE DER EIGENVERMARKTUNG

Der Anruf eines Viehzuchtbetriebes aus dem Münsterland war zunächst sehr geschäftsmäßig, der Bauer was unsicher, ob er bei uns überhaupt richtig ist. Nach anfänglichen Abtasten nahm das Gespräch Fahrt auf und es klärte sich zunehmend auf, was er suchte. Der Landwirt war auf der Suche nach neuen Wegen der Vermarktung für sein Fleisch, weg von zentralen Einkäufern großer Filialisten und weg vom ewigen Preisdruck.

 

Wir vereinbarten einen Besuch und beim Rundgang durch seinen Betrieb, konnte man die Leidenschaft für seine Tiere förmlich spüren. Unser Gespräch fand in der Küche an einem riesigen Tisch statt und es roch recht würzig, wie es nun mal auf einem Bauernhof normal ist. Es gab Kaffee, reichlich Kuchen, Wurst und Schinken von den eigenen Tieren. Nach und nach füllte sich der Tisch und die gesamte Familie saß gespannt um mich herum.

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„Ich sag Ihnen nur eins, kommen Sie mir nicht mit einem Online-Shop oder so einen Mist“, so das Familienoberhaupt. „Und einen Verkaufsladen, hier auf dem Hof, haben wir schon“, so einer der beiden erwachsenen Söhne.

Das Gespräch vertiefte sich und nach anfänglicher Zurückhaltung, fanden meine Gesprächspartner zunehmend Gefallen daran, mit mir zu Diskutieren und meine Einschätzung zu Ihren Ideen zu hören.

Die Menschen legen wieder Wert auf artgerechte Tierhaltung und wollen gute Qualität auf den Tisch. Das Prinzip der Eigenvermarktung, was auf ihrem eigenen Hof funktioniert, sollten sie in die angrenzenden Ballungszentren übertragen, so mein Rat.

Nach skeptischen Einwänden, machte ich den Vorschlag eine Metzgerei zu eröffnen. Die Vorteile lagen auf der Hand, der Bauer kennt sein Vieh, die Qualität seines Fleisches und hat die höchsten Margen beim direkten Verkauf an die Endkunden.

Drei Wochen später lagen infrage kommende Mietangebote auf den Tisch, das Vorhaben nahm Fahrt auf und am Ende war ein optimaler Laden gefunden. Die Klärung der baulichen Notwendigkeiten, der Investition sowie der behördliche Vorgaben, dauerten seine Zeit, aber fünf Monate nach der Idee war es soweit und die Metzgerei eröffnete.

Zwischenzeitlich Stand die Frage nach dem benötigten Personal im Raum. Meinen Rat sich selber hinter dem Tresen der Metzgerei zu stellen, verschaffte den Söhnen eine bedeutende Aufgabe, denn was ist authentischer, wenn der Bauer selbst hinter dem Tresen steht und den Kunden sein eigenerzeugtes Fleisch und Wurst anbietet.

Der Zuspruch bei den Kunden war gewaltig, das Angebot hat genau den Nerv der Zeit getroffen. Heute lacht der Landwirt über dieses gemeinsame Projekt und ist zufrieden mit seinen Margen die er für seine Arbeit bekommt.

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